Wie die Russifizierung eine Ukrainerin betrifft, die heute in Deutschland lebt
Man lebt sein ganzes Leben und glaubt, der eigene Nachname sei „МАЛЕВАНА“. Man absolviert die Schule und erhält ein Zeugnis mit diesem Namen. Schwester, Mutter und Vater tragen ebenfalls diesen Familiennamen. Später heiratet man, ändert den Namen und lebt weiter wie alle anderen.
Ivanka kam nach Deutschland und begann sich zu integrieren. Sie absolvierte Sprachkurse und erhielt ein Zertifikat. Das Jobcenter schlug ihr eine Ausbildung für einen neuen Beruf vor. Dafür musste sie ihre Geburtsurkunde und ihr Schulabschlusszeugnis vorlegen.
Auf den ersten Blick nichts Schwieriges.
Ivanka besaß eine sowjetische Geburtsurkunde, da sie in den 1980er-Jahren in Mykolajiw geboren wurde. Das Dokument war auf Russisch ausgefüllt; ihr Nachname lautete darin „МАЛЕВАНА“.
Bei der Vorbereitung der Unterlagen stellte sich heraus, dass nur eine Geburtsurkunde nach aktuellem ukrainischem Muster apostilliert werden konnte.
Als Ivanka die neue Urkunde erhielt, stand darin „МАЛЬОВАНА“. So war der Name im staatlichen Register eingetragen.
Die Prüfung des Familiennamens durch das Standesamt ergab Abweichungen bei fast allen Familienmitgliedern, angefangen beim Großvater. Dieser war beispielsweise als „МЕЛЬОВАНИЙ“ eingetragen.
Ivankas Antrag auf Änderung des Registers wurde abgelehnt.
Was tun? Alle Einträge vom Großvater über den Vater bis zu weiteren Verwandten berichtigen lassen?
Liebe Freunde, prüfen Sie Ihre Dokumente sorgfältig. Fehler und Abweichungen sollten frühzeitig behoben werden.
In Ivankas Fall ist der wirksamste Weg die gerichtliche Feststellung, dass das Schulabschlusszeugnis ihr zuzuordnen ist.
Wenn Sie ein ähnliches Problem haben, kontaktieren Sie uns für juristische Hilfe und Unterstützung.
Gerichtsentscheidung: https://reyestr.court.gov.ua/Review/134980602